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ENTWICKLUNG UND EINSATZ ....

Zielfernrohr ZFR 4A / 4B  

Um die Wirkung resp. die Kampfkraft der Flugzeuge (als Waffenträger) gegen Bomberpulcks und Bodentruppen (Panzer) zu verbessern, wurde über grosskalibrige Waffen nachgedacht und diese ab 1942 in verschiedenen Kalibern auch eingesetzt. Es wurde Seitens der E-Kommandos darauf hingewiesen, das ein ZFR unerlässlich zur frühzeitigen Erkennung des Flugwinkels gegnerischer Flugzeugpulks sei ......   Die Messerschmitt Me 410 ist hauptsächlich mit dieser Zieloptik ausgerüstet worden um gegnerische  Bomberziele zu bekämpfen...                                                                              

                                                                                                                                                                                          von Erwin Wiedmer

TECHNIK

Das eigentliche Ziel konnte der Flugzeugführer  aus weiter Distantz, mit Hilfe des ZFR 4A aus der Masse auswählen...

Ausgangslage....

Um die Wirkung resp. die Kampfkraft der Flugzeuge (als Waffenträger) gegen Bomberpulcks und Bodentruppen (Panzer) zu verbessern, wurde über grosskalibrige Waffen nachgedacht und diese ab 1942 in verschiedenen Kalibern auch eingesetzt. Es wurde Seitens der E-Kommandos darauf hingewiesen, das ein ZFR unerlässlich zur frühzeitigen Erkennung des Flugwinkels gegnerischer Flugzeugpulks. Diese Zeitersparnis, konnte der Schütze nutzen um den Vorhaltewinkel zu bestimmen, bevor er vom gegnerischen Begleitschutz bedrängt wird.

 

Schon 1942 hat sich die Firma Henschel Gedanken darüber gemacht wie Sie bei Ihrem Kampfflugzeug Henschel He 129  mit 3 & 3,7 cm Kanonen den Seitendrift resp. die Richtgenauigkeit für den Schützen verbessern konnten. Erste Vorschläge kamen seitens Nicolaus Borchert dem Konstrukteur und Flugzeugführer der Firma Henschel für einige einfache Ab-Hilfsmassnahmen. "Durch Schränkung der Ruderhinterkante, Anbringen von Leisten zur Verbesserung der Strömmungsverhältnisse um eine bessere Richtgenauigkeit des Baumusters zu erhalten." 

 

>> Das ZFR 4 ist ein kombiniertes optisches System aus einem Reflexvisier und Zielfernrohr <<

Entwicklung des ZFR 4A / 4B

(Anfertigung für die Messerschmitt Me410)

Das ZFR 4A  ist ein optisches Doppelvisiergerät für starre Flugzeugbordwaffen, bei welchem ein Fernrohrvisier und ein Reflexvisier kombiniert mit parallelen Visierachsen zueinander liegen.

Der Einblick des Fernrohres ist nach oben geneigt, so daß die okularseitige Fernrohrachse die Visierlinie des Revi in der Austrittspupille des Fernrohres schneidet.

 

Visiert wird über die Fernrohrvisierung um das eigentliche Ziel auszumachen. Wodurch dann mit geringe Augendrehung nach oben zum leuchtenden Abkommen des Revi`s übergegangen werden kann, wobei bei Einhaltung des vorgesehenen Augenabstandes von 255 mm (okularseitiger Schnittpunkt beider Visierachsen) zur Schussabgabe gezielt wird.

Gerade bei sich bewegenden Zielen hatte man grosse Schwierigkeiten zur Berechnung des Vorhaltes bei der Schussabgabe. Die Ergebnisse an den Schiessschulen und E-Stellen brachten die Probleme zu Tage. Es wurden nach Lösungen gesucht um die Trefferquoten mit Seitenwind und beim driften des Flugzeuges zu verbessern. Eine Theorie bestand darin " ...ob Zielanflüge bei Seitenwind mit richtiger Schräglage des Flugzeuges die theoretisch zu erwarteten besseren Trefferergebnisse zeigen würden?"... Schlussendlich, führte kein Weg daran vorbei ein optisches Gerät zu finden, das den Bedürfnissen der Kombination "Grosskalibrige Waffen und Flugzeug" gerecht werden konnte.

 

Das ZFR 4 ist ein sogenannte "komponiertes optisches System" aus einem Reflexvisier und einem Zielfernrohr. Das Zielfernrohr wurde hauptsächlich zur Früherkennung des eigentlichen angestrebten Zieles benutzt. Die Schussabgabe erfolgte dann beim Zielanflug über die Reflexvisierscheibe mit leuchtendem Abkommen.

 

Visiert wird über die Fernrohrvisierung um das eigentliche Ziel auszumachen. Wodurch dann mit geringe Augendrehung nach oben zum leuchtenden Abkommen des Revi`s übergegangen werden kann, wobei bei Einhaltung des vorgesehenen Augenabstandes von 255 mm (okularseitiger Schnittpunkt beider Visierachsen) zur Schussabgabe gezielt wird.

Suche nach Lösungen:  schon früh wurde nach einer "optischen Doppelvisier Lösung" bei der Luftwaffe gesucht... hier eine Junkers Ju 86 B beim Versuchseinbau eines Zielfernrohres ZF 515 C und einem Reflexvisier Revi C12/A um ca. 1939

TECHNIK
Entwicklung

Die Entwicklungen fanden bei der Firma Leitz für beide Baumuster gleichzeitig statt, für das ZFR 4A sowie für das ZFR 3A (Henschel Hs 129)

Nach einem Bericht aus einer der Dienstreisen vom 7. Mai 1943 des Luftwaffen Stabsingenieurs Bötz zu den Leitz Werken nach Wetzlar, kann folgendes festgehalten werden...

Am 7. Mai 1943 wurden Zeichnungen und ein erstes Laborgerät ZFR 4A  bei der Firma Leitz in Wetzlar vorgestellt. Dabei sind auch viele Verbesserungsvorschläge durch die Firma Leitz für ein erstes "Mustergerät" vorgeschlagen worden. Ein Mustergerät sollte dann in ca. 8 - 10 Wochen für eine erste Erprobung zu Verfügung stehen. Das Laborgerät selbst sollte nicht zur Erprobung abgegeben werde, da die weiteren Baumuster wesentlich besser ausfallen erden.

--" Auf Veranlassung der E-Stelle über GL/C-E6 entwickelte die Firma Steinheil Zeitgleich eine "Fernrohrbrille" mit 4-5-facher Vergrösserung. GL/C-E6 war angehalten diese Entwicklung zu beschleunigen, da diese als parallel Entwicklung zum ZFR angesehen wurde"---

 

11. Mai 1943 wurden die ersten 20 Mustergeräte der Firma Leitz durch das technische Amt der Luftwaffe genehmigt. Die Notwendige Erprobung sollte dann bei der E-Stelle Tarnwitz stattfinden. Die Firma Leitz, wurde ebenso angewiesen mit der E-Stelle (Erprobungsstelle) enger zusammen zu abreiten.

Juni 1943 Erprobungseinbau des ZFR 4A bei den Messerschmitt Werken in eine Me 109 G und eine Me 110

27. Juli 1943 wurden die Ergebnisse an die E-Stelle aus dem erprobungsweisen Einbau des ZFR 4A bei den Messerschmittwerken in eine Me 109 G und eine Me 110 mittgeteilt. Dabei wurde folgendes festgehalten. ----- Das besonders der Einbau in eine Me 109 wegen des grossen Objektivdurchmessers ohne wesentliche Zellenänderung nicht durchführbar ist. Für den Einbau in die Me 110 musste entweder auf die Panzerscheibe verzichtet, oder dieselbe mit einem Durchbruch versehen werden, der den Schutz gegen Beschuss des Flugzeugführers in Frage stellt. ----

August 1943 das Erprobungskommando 25 testet im August 43` diverse Zielfernrohre des Typs ZFR 3A und ZFR 4A in verschiedenen Flugzeugbaumustern wie der Me 109 G, Me 110 und der Fw 190. Dabei wurden alle Schussversuche alles auf Film festgehalten.

Seltene Aufnahmen:  im August 1943 werden  beim Erprobungskommando 25 Zielfernrohre des Typ`s ZFR 4A in eine Focke Wulf 190 eingebaut und auf Herz und Nieren getestet. Dabei waren umfangreiche Umbauten  von Zellen und Panzerscheiben unumgänglich!

17. August 1943 weitere Besprechungen ergaben, dass die Zielfernrohre hauptsächlich zur besseren Erkennbarkeit der Gegnerflugrichtung und zu genaueren Entfernungsmessung benutzt werden soll!

29. November 1943 Bericht durch Hptm. Geier und Obltn. Hartke aus dem Erprobungskommando 25 zu ZFR 3A und ZFR 4A 

----"Für Zielbekämpfung auf Entfernungen um 1000 m ist, wie die Einsätze mit ZFR 3A und 4A ergeben haben, die Verwendung eines Fernrohres zusätzlich zum Reflexvisier unerlässlich. Die im ZFR verwirklichte Verbindung beider Geräte ist sehr günstig, da der Schütze ohne Kopfbewegung wahlweise über beide Geräte zielen bezw. beobachten kann. Das Fernrohr im ZFR dient in der Hauptsache zum Beobachten der Zielbewegung, der Abwehrtätigkeit des Zieles (Beobachtung der Waffenstände), der Geschosseinschläge am Ziel, zur schnelleren Erkennung von Abkommfehlern und zur E-Messung.

Die Leuchtspur täuscht im Gesichtsfeld des Fernrohres falsche Trefferlage vor. Es wird zu kurz geschossen. Gerätebeanstandungen sind bisher nicht aufgetreten. Ein ZFR 4A ist durch Brand eines Flugzeuges ausgefallen. Zur Zeit wird eine Messerschmitt Me 410 (Bordkanonne BK 5 cm) mit ZFR 4A ausgerüstet.

10. Februar 1944 das Erprobungskommando 25 sowie die E-Stelle halten folgende Schlusserkenntnisse fest: 

---"Nach Ansicht des E-Kommandos 25 ist der Einbau des ZFR 4A in Zerstörer aus folgenden Gründen notwendig. Der amerikanische Begleitschutz erfolgt im Grosseinsatz und tritt praktisch in allen Angriffsräumen auf. Es kann also bei jedem Anflug vorkommen, dass ein Zerstörerverband kurz vor der Feuereröffnung von feindlichen Jägern oder Zerstörern angegriffen wird. Es steht ihm also zum besseren Erkennen des Flugwinkels des Gegners bestimmt nur kurze Zeit zu Verfügung. Mit dem ZFR 4A kann er sicher den Flugwinkel erfassen und für den Vorhalt auswerten. Deshalb ist das Gerät unerlässlich. Auf grosse Entfernung ist es sehr schwer. mit dem Revi einen kleinen Flugwinkel zu erkennen. Der Aufwand ist berechtigt im Hinblick auf teure Munition grosskalibriger Waffen.

Gerätemässig ist gegen das ZFR nichts einzuwenden. Bisher sind bei Flügen keine Vereisungen und Beschlagungen aufgetreten. Da die Kämpfe in grossen Höhen stattfinden, kann über ihr Verhalten des Gerätes bei unsichtigem Wetter nichts gesagt werden. 

Die Schwingungen des ersten Mustereinbaus konnten durch zusätzliche Halterungen beseitigt werden. Bei diesem Einbau wurde festgestellt, das er die Sicht stark behindert. Rechts, (in Flugrichtung) vom Gerät nimmt die Halterung jede Sicht. 

Das E-Kdo. 25 wird die E-Stelle über weitere  Erfahrungen verständigen, sobald die Me 410 mit BK 5cm klar ist und zum Einsatz kommt.

TECHNIK

Einbau in die Me 109:  erhebliche Umbauten an der Zelle waren nötig um das ZFR 4A in eine Me 109 G einzubauen. Die engen Platzverhältnisse im Führerraum befriedigten diese Idee nicht!

18. Februar 1944 Oberpfaffenhofen - Es gab zu diesem Zeitpunkt bedenkliche Missverständnisse zwischen der Firma Leitz und der E-Stelle über die Verantwortlichkeiten und Kontrolle der ZFR Geräte und dem Einbau in die entsprechenden Flugzeugbaumuster. Der Vertreter der Firma Leitz war sich über die Aufgaben einer E-Stelle in keiner Weise klar als es darum ging, die Messerschmitt Me 410 mit dem ZFR 4A zu testen. Dem Vertreter der Firma Leitz wurden die Beanstandungen aus den Erprobungen mittgeteilt, von einer Erhöhung der Justierbereiche über +/- 0,5° Grad in der Höhe und der Seite beim Fernrohr und +/- 1° beim Revi muss in Hinblick auf das kleine Gesichtsfeld verzichtet werden.

Auch wurde in diesem Zeitraum eine Attrappe der ersten ZFR 4B vorgestellt: Die Optik dieses Gerätes entspricht der des ZFR 4A ausser, das es Trennbar war. Gedacht, war das ZFR 4 B bis zum August die "A" Version in der Serie ablösen sollte! Das erste Gerät sollte bis spätestens am 15. März 1944 zur Erprobung gelangen.4

Bei den Projekt- und Konstruktionsbüros der  Messerschmitt Werke in Oberammergau sind erste Einbauzeichnungen zu ZFR 3A in die Me 109 sowie in die Me 262 und das ZFR 4A in die Me 410 fertig gestellt worden. Der erste Einbau eines ZFR 4A in eine  Me 410 findet statt, zur Abnahme, trotz noch fehlenden Konstruktionszeichnungen seitens Messerschmitt. 

Im gleichen Zeitraum, wurde durch das Luftwaffenamt entschieden das in die Messerschmitt Me 410 nur das ZFR 4A eingebaut werden soll. Dazu soll Messerschmitt 80 Einbausätze für die "Nachrüstung" bei der Truppe bereitstellen. In Oberpfaffenhausen erfolgt kein Sofortumbau. - "Die Verbände rüsten selbst nach!" Die Maschinen sollten von Dornier mit der alten Visiereinrichtung geliefert, damit keine weiteren Terminverzögerungen eintreten.

Produktion Zeitplan:
Me 410                       ZFR 4A

Ende Januar 1944     30

Ende Februar 1944   20

Ende März 1944        15

Ende April 1944         15

Ende Februar 1944   20

Ende März 1944        40

Ende April 1944         20

Im Februar 1944, sind aber erst deren 4 ZFR 4A fertiggestellt worden.

Eine Messerschmitt Me 410 beim Erprobungskommando 25 mit ZFR 4A und der schweren Bordkannone BK 5cm

ZFR 4A "V3"  Eine schöne seltene frühe Aufnahme eines V-Musters  (Nr.3), gut zu erkennen die angefügte Halterung mit Sonnenblende (dunkles Reviglas)

....Die Planung sah vor, das ZFR 4A bis zum August 1944 durch das  ZFR 4B abzulösen" Was aber bedingt durch Fehlplanung und die Kriegswirren nicht eingetreten ist.....

Bildquelle: Archiv Meixner

29. Februar 1944 E-Stelle Tarnewitz  - bereits werden grössere und regelmässige Feindeinwirkungen zu einem Problem um die benötigten und wichtigen Testreihen für Geräte und Flugzeugbaumuster in nützlicher Frist zu erledigen. Natürlich galt dies auch für den Nachschub und die wirtschaftliche Leistungen um einen erfolgreichen Krieg führen zu können. Verzögerungen in allen Bereichen führten dazu, dass viele Ideen wie zum Beispiel das ZFR 4B schlussendlich fallen gelassen wurden!

9. März 1944 E-Stelle Tarnewitz  - nicht nur die Feindeinwirkung machten den Ingenieuren und Testpiloten einen Strich durch die Rechnung, Auch schlechtes Wetter zu dieser Zeit brachten erhebliche Verzögerungen mit sich, im Winter 1944.  

TECHNIK

13. März 1944 E-Stelle Tarnewitz  - Die Firma Leitz führte das erste Mustergerät des ZFR 4B mit abnehmbaren Okularteilen inkls. Revi vor. Leitz forderte vor einer Freigabe des Gerätes eine weitere Erprobungsserie. Als Termin für deren Abschluss der entsprechenden Erprobung wird der 31.April 1944 ins Auge gefasst. Gemäss Vereinbarungen mit der Firma Leitz, werden die Einbauntersuchungen an der Me 410 in Tarnewitz durchgeführt. 

30. März 1944 Friedrichshafen Dornier Werke  - Einbau in die Dornier Do 335 - Die Firma Dornier führte den Einbau des ZFR 4B im Entwurf vor.  Es ergab sich, das  bei Start, Landung und Normalflug der Okularteil mit Visier abgenommen werden musste. Der Okularteil kann nur immer unmittelbar im Kampf eingesetzt werden, da sonst Teile des Instrumentenbrett verdeckt werden. Da das Instrumentenbrett für alle Flugzeugmuster einheitlich ist, eine Änderung desselben unmöglich. Im gleichen Zeitraum wurde zugleich das Kreiselvisier EZ 42 in der Dornier Do 335 getestet.

1. April 1944 Wetzlar - Leitz Werke  - Die optischen Werke von Leitz fingen an, durch die immer grösser werdende Gefahr durch Alliierten Luftangriffe, ihre Dezentralisation voran zu treiben. Stollenbau zur Unterbringung der Belegschaft und der wichtigen Produktion unter Tage. Dies wirkte sich natürlich auf die laufende Produktion der ZFR aus. Zur Zeit fertigte die Firma monatlich 50 ZFR 3A  und 40 ZFR 4A aus. Dies bei einem Arbeitsaufwand von etwa 90 Stunden pro Gerät.

9. Juni 1944 Königberg - II /  Z.G 26 - Das ZFR 4A wird in die Me 410  mit BK  5 eingebaut und durch das Z.G 26 getestet. Dabei stellte sich heraus, dass über das Zielfernrohr selbst nicht gezielt worden ist.

23. Mai  1944 Langenhagen - Focke Wulf - Der Einbau des ZFR 3A  in die Tank Ta 154 wurde fertiggestellt und wird nach Tarnewitz geliefert. Einbau des ZFR 4A ist nur mit Durchbruch oder einem Versetzten der Panzerscheibe realisierbar. Nach Angaben der Firma kommt nur die Ta 154 C2 mit MK 103 in Frage. Die Einbauuntersuchungen in die Ta 152 wurden fallen gelassen.

Eine Messerschmitt Me 410 mit der schweren BK 5 im Hangar mit ausgebautem Zielgerät ZFR 4A  - die Panzerscheibe aber ist bereits dafür vorbereitet worden!

TECHNIK

19. Juni 1944 endgültiger Entschluss..

Auf Grund der von der E-Stelle vorgetragenen Erprobungsergebnisse und der von General der Jagdflieger sowie dem General der Schlachtflieger mitgeteilten Fronterfahrungen mit ZFR Geräten wurde beschlossen: 

"Für die Bekämpfung von Luftzielen wird lediglich die Messerschmitt Me 410 mit BK 5 und dem  ZFR 4A ausgerüstet, und zwar nicht in Erwartung einer höheren Trefferprozentzahl sondern zur Zielerkennung. GL/C-B6 sorgt für Bereitstellung der erforderlichen Geräte. Für den Bereich General der Schlachtflieger wird nur die Henschel Hs 129 und dem  ZFR 3A ausgerüstet. Hierfür genügen die bereits in Auftrag gegebenen 430 Stück"

>>Nur die Me 410 und die Hs 129 sollten in Zukunft mit einem ZFR ausgerüstet werden<<

Die "HORNISSE"  

D.(Luft) T.2410 A-1/U4 Me 410 mit 5 BK

Insgesamt wurden bis September 1944 in etwa zehn Baureihen 1.189 Hornissen mit verschiedenen Waffenkonfigurationen hergestellt. Eingesetzt wurde die Me 410 unter anderem über See zur Verminung englischer Fahrwasser, zur Bombardierung der englischen Südküste, zur Abwehr der alliierten Bomberverbände (wo sie trotz einiger Erfolge hohe Verluste erlitt) sowie als Aufklärer. Sie konnte die Bf 110, deren Nachfolgemodell sie war, nie vollständig ersetzen, weshalb die Bf 110 auch bis zum Kriegsende als Nachtjäger im Einsatz blieb..

Von der Me 410 B-2/U4 (Zerstörer mit BK 5) wurden ganze 111 Stück gebaut!

 

 

Hinweis:

 

Unter Punkt "K" Seite 14 im Flugzeughandbuch wird auf das ZFR 4A hingewiesen anstelle des Revi 16 B

TECHNIK
TECHNIK

Seltene Geräte: 

 

Das wohl einzige noch  erhaltene Exemplar eines ZFR 3A (Fl 52513)

 

Hier im Grössenvergleich mit dem grossen Bruder ZFR 4A (Fl 22863) 

----"Für Zielbekämpfung auf Entfernungen um 1000 m ist, wie die Einsätze mit ZFR 3A und 4A ergeben haben, die Verwendung eines Fernrohres zusätzlich zum Reflexvisier unerlässlich. Die im ZFR verwirklichte Verbindung beider Geräte ist sehr günstig, da der Schütze ohne Kopfbewegung wahlweise über beide Geräte zielen bezw. beobachten kann. Das Fernrohr im ZFR dient in der Hauptsache zum Beobachten der Zielbewegung, der Abwehrtätigkeit des Zieles (Beobachtung der Waffenstände), der Geschosseinschläge am Ziel, zur schnelleren Erkennung von Abkommfehlern und zur E-Messung----

Gallery ZFR 4A

Gallery Me 410

Me 410 Farbbild Cockpit
Me 210
Ersatzteilliste
Me 410 Bruch in Sangro 1943
ZFR4A Sovjetunion ME 410_4
ZFR 4A Sovjetunion
ZFR4A Sovjetunion BK 5
Englang 1945
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Me 410 Gerätetafel

(Beutemaschine mit zT. amerikanischen Bordinstrumenten)