• Facebook Social Icon
  • Twitter Social Icon
  • Google+ Social Icon
 

"RF 1A" die optische Aufrüstung

TECHNIK

Das PVE 11 A-1 ist wohl die eindrücklichste Entwicklung von Carl Zeiss in Sachen optischer Periskoptechnik im 2.WK

ENTWICKLUNG UND EINSATZ DES  "RÜCKBLICKFERNROHR"

Die Idee und der Beginn zur eigentlichen Entwicklungen der  Rückblickfernrohre (RF), waren die verlustreichen Erfahrungen um die Luftschlacht in England im Jahre 1940...

 

.....gerade die Messerschmitt Bf 110 hatte dies deutlich zu spüren bekommen....

Als Begleitjäger in der Luftschlacht um England bewährte sich die Bf 110 nicht. Obwohl ihre Reichweite für ihren geplanten Haupteinsatzzweck ausreichend war, waren ihre Flugleistungen inzwischen hinter denen der einmotorigen gegnerischen Jagdflugzeuge zurückgeblieben. Besonders im Vergleich zur schnellen Spitfire waren die Flugleistungen der Bf 110 nicht ausreichend, abhängig von der Flughöhe war ihr auch die etwas langsamere Hurricane überlegen. Da sie als zweimotoriger schwerer Langstreckenjäger ausgelegt war, war die Wendigkeit der Bf 110 zwangsläufig schlechter als die von einmotorigen Flugzeugen. So konnte sie aus der defensiven Position, in die sie durch ihre unterlegene Leistung – aber auch durch die deutsche Taktik, Nahbegleitschutz für die Bomberformationen zu fliegen – gedrängt worden war, nicht erfolgreich kämpfen. Auch die (ab 1942) aus zwei MG 17 bestehende Rückwärtsbewaffnung − nach hinten wirkende − Abwehrbewaffnung konnte diese Nachteile schlussendlich nicht wettmachen!

                                                                                                                                                                                 

                                                                                                                                                                                                          Von Erwin Wiedmer

Die optische Aufrüstung.....

Aufgabe:

 

Das Bedienen und Fokussieren der fest eingebauten Rückwärtsbewaffnung durch die Besatzungsmitglieder aus der Fliegerkanzel heraus...

Das erste bei der deutschen Luftwaffe in Serie gebaute Rückblickfernrohr RF 1A, ab 1942, sollte die optische Lösung hierzu sein.

Die Idee selbst überlebte alle Kriegsjahre unabhängig dessen unbefriedigenden Ergebnisse einer starren Rückwärtsbewaffnung für die Messerschmitt  Bf 110.

 

Viele Weiter- und Neuentwicklungen von RF kamen modernen Aufklären zu gute um den rückwärtigen Luftraum zu beobachten.

Dem RF 1A sind viele Einsatzmöglichkeiten zur Beobachtung des rückwärtigen Luftraumes zugesprochen worden.

 

Die Vorteile durch die grosse optische Sichtweite und dem optischen Sichtfeld von 85° kamen Aufklärer und grossen Kampfflugzeugen wie hier am Beispiel einer Junkers Ju 288  zu gute.

Gerätesystem:

 

"Druckdichtes Periskopvisier mit optischer Justierung. Augenmuschel für Verwendung mit oder ohne Brille verstellbar."

 

Optische Werte:

 

Vergrösserung 1,2 fach

Gesichtsfeld: 85°

Austrittspupille: 7,2 mm

Pupillenabstand von der Linsenfläche: 22 mm

>> Die Idee selbst überlebte alle Kriegsjahre<<

Messerschmitt Me 410 mit RF 1A der Nullserie . Erprobungsstelle der Luftwaffe in Tarnewitz 1941

TECHNIK
ENTWICKLUNG  DES  "Rückblickfernrohr RF 1A"

D as RF1A wurde ab Anfang 1942 entwickelt. Die ersten Baumuster der 0-Serien, wurden noch ohne druckdichter Ausführung ausgeliefert. Erst die Kälteprüfung und die  Höhenversuche im Juni 1942 bei  der Versuchsstelle in Oranienburg, zeigten dass, zukünftige RF1A nur in druckdichter Ausführung gebaut werden sollen. Die bestehenden, bereits gebauten Baumuster (0-Serien) wurden daher umgerüstet.

 

Das Kälteverhalten (bis -60° C) der in Entwicklung befindlichen weiteren Baumuster RF2A, RF2B und das RF4A sind bei der IIE 2 in Tarnewitz entwickelten Geräten bis dahin noch nicht geprüft worden!

 

Am 31.05.-04.06.1942 fand eine Dienstreise des Ing. Damrau nach Wien zu Goerz statt, wo er sich Betreffs Rückblickfernrohre RF1A, RF2A und RF4A weitere Konstruktionsvorschläge anhörte.

Bis im Juni 1942 wurden bereits 480 RF1A Geräte nach Berlin-Adlershof ausgeliefert.

>> Einsatzreife erlangten die RF-Systeme ab 1942 <<

(Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs untersagte der Versailler Vertrag Deutschland jegliche Luftfahrtforschung im Bereich des Motorflugs. Dennoch begann das Reichswehrministerium bereits 1920 schon wieder mit der Vorbereitung zur Einrichtung einer Fliegertruppe und natürlich der zur Entwicklung und Produktion eigener Flugzeuge. Nur wenige Jahre später entstanden die ersten Forschungseinrichtungen, darunter beispielsweise auch die DVL (Deutsche Versuchsanstalt für Luftfahrt). Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten und der anschließenden Schaffung eines eigenen Reichsluftfahrtministeriums wurden die Bemühungen um die Luftrüstung wesentlich verstärkt. Als das RLM 1935 den Befehl erließ, die deutsche Luftfahrtforschung solle bis etwa 1938 die der anderen Länder eingeholt bzw. übertroffen haben, hatte dies für viele Standorte weitreichende Folgen. Neben der Aerodynamischen Versuchsanstalt (AVA) in Göttingen und der bereits langjährig etablierten Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt (DVL) in Berlin Adlershof sollte ein weiterer, zusätzlicher Standort geschaffen werden. Die ersten Planungen zur Anstaltsgründung waren bereits 1933 erfolgt. Der Standort sollte laut Planungen des RLM möglichst zentral und in der nähe einer Technischen Hochschule gelegen sein, die Möglichkeit zur Anlage eines dazugehörigen Flugfeldes und die besten Voraussetzungen für eine wirkungsvolle Tarnung bieten. Der Forderung nach guter Tarnung wurde in vielerlei Hinsicht Rechnung getragen. Bis auf das Flugfeld sollte die Gesamtanlage in einem Waldgebiet liegen. Die Dachfirste sollten den Baumbestand nach Möglichkeit nicht überragen und die Längsachsen der Gebäude möglichst in Nord/Süd-Richtung liegen, um starke Schattenbildung zu vermeiden. Die erkennbaren Bauten sollten so weit wie möglich im ländlichen Stil gestaltet werden. Selbst der Flugplatz sollte durch die Aussaat mehrerer Grassorten und Mähzyklen nur schwer als solcher erkennbar sein.)

An die E-Stelle (II E(2))  Tarnewitz wurden dann  die ersten 10 geänderten Geräte, provisorisch druckdichten Rohre bis zum 13.06.1942  und 40 weitere Rohre bis Ende Juni 1942 ausgeliefert.

 

Ab Ende November  1942, wurde die Entwicklung auf das Rückblickfernrohr RF2B der Firma Steinheil in München konzentriert und das RF1A wurde zum Auslaufmodel der Luftwaffe

.

Das Nachfolgemodel RF2B bildete die Grundform für das Baumuster in 37 cm und 60 cm (RF2C) Baulänge. Später im Jahre 1944, kam eine Neuentwicklung auf Basis des RF1A hinzu. Das RF1C mit interner Heizung und verbesserter Optik für zukünftige Baumuster der Luftwaffe ab. 1945.

 

Die Entwicklung des RF1A (1941)  ging einher mit den in den Jahren weiterentwickelten Baumuster RF2B und RF2C.

Das RF1A wird ab Ende des  Jahre 1942 nicht weiter produziert.

 

Aufgrund angestrebter Vereinheitlichung aller Visiersysteme der Luftwaffe im Jahre 1942, wurden auch die Rückblickfernrohre davon nicht ausgenommen. Die ersten Baumuster des Rückblickfernrohrs 2 RF 2B (35 cm Länge) für Jäger und kleinere Flugzeugtypen, sowie das RF 2C (60 cm Länge) sollten dafür in Frage kommen. Eine Einschränkung auf nur ein Baumuster, erschien den Verantwortlichen bis zu diesem Zeitpunkt nicht tragbar, aufgrund der geforderten bis dahin unterschiedlichen Einbauforderungen des technischen Amtes der Luftwaffe resp. Der Flugzeughersteller.

 

Das ganze Vorhaben, basierte aus dem Schreiben vom 30.05.1942 Vorschläge zur Vereinheitlichung von Geräten der Gruppe II E aus der Erprobungsstelle Tarnewitz, das später die Vorgaben an an höhere Stellen des RLM  als Empfehlung herausgeben sollte.

Wie wir heute wissen, fand eine solche Vereinheitlichung der Visiere nicht statt. Insbesondere die weitere Entwicklung der Waffensysteme von 1942-1944 verunmöglichte eine solche rigorose einschneidende Maßnahme seitens der Luftwaffe.

TECHNIK
........ ZUR PRODUKTION UND EINSATZ

Hinweis: Der Übergang von den verschiedenen RF-Rückblickfernrohren zu den  späteren technisch weiter entwickelten PV-Periskopvisieren, geschah fließend zu den jeweiligen verschiedenen entwickelten Waffensystemen der Zeit von 1941 bis 1945......

Zeittabelle

1940

1941

1942

Am 28.10.1940, gab es bereits seitens der Luftwaffenführung einen "Vorschlag einer neuartigen Bewaffnungs- und Kampfmethode" mit Rückblickperiskopen für Bomber gegen von hinten angreifenden Jägern. Dies auch im Zusammenhang mit der starren Rückwertigen Bewaffnung für Flugzeuge.

"In den folgenden Jahren führten viele Ideen und Projekte zu großen Anstrengungen seitens der Ingenieure  um Waffensystem mit neuen optischen Geräten zu optimieren und auch umzusetzen. Die verschiedenen über die Jahre weiterentwickelten Waffensysteme machten Entwürfe wie Beobachtungsfernrohre, RF Rückblickfernrohre und Periskopvisiere sowie kombinierte Systeme fliessend. Daher wird oft in Dokumenten die Bezeichnung  Periskopvisiere verwendet, obwohl es sich um ein Rückblickfernrohr handelt. Die eigentliche Bezeichnung für die Periskopvisere, wird dann bei denn Druckkammern heraus mit  fernbedienbaren Waffensystemen generell verwendet und unterschieden."

Erster Einbau eines RF 1A in eine BF 110 Werk-Nr. 3911 am 6.März 1941  - Funktion und Dauerbeschuss fanden am 24.03.1941 statt.

 

- zweiter Einbau in die BF 110 Werk-Nr. 3482 endete am 04.04.1941 - Das Flugzeug geht ab April 1941 wieder zurück an den Frontverband EG 210.

Durch die Erfahrungen der beiden Erprobungsmuster Bf 110 Werk-Nr. 3911 und 3482 in Tarnewitz und beim Frontverband EG 210 erfolgten diverse Änderungsanweisungen durch das RLM. Dies am 12.01.1942

Änderungsanweisung Bf 110

  1942

Mai

Juni

Oktober

Bisher wurden 480 Geräte ausgeliefert an Berlin-Adlershof

 

Die ersten 10 geänderten, provisorisch druckdichten Rohre werden bis am 13.06 ausgeliefert. 40 weitere Rohre bis Ende Juni. 

Fronterfahrungen und dessen Beanstandungen werden von den Verantwortlichen Stellen, in die Weiterentwicklung dieses starren Waffensystems  mit Einbezogen!

Jukers Ju 388 mit einer FHL 131 Z

Bildquelle: Sammlung Griehl

"Am Ende führten Ersatzteilmangel sowie fehlende Transportwege und die bevorstehende Einnahme durch Alliierte Streitkräfte zum Stillstand der Produktion und der 2.Weltkrieg näherte sich dem Ende zu."

Die wenigen  fertiggestellten PVE 11 A-1 (ca. 4-6) fielen den Siegermächten in die Hände. Und wurden ab 1945 auch in deren neuen Bomberprojekte weiter verwendet (Sowjetunion) oder getestet (USA).

Die aussergewöhnliche hochstehende Technik der deutschen grossen Periskope, waren vermutlich zu kompliziert und zu schwierig für die Siegermächte um diese Nachzubauen. Daher sind bald deren eigene Systeme entwickelt worden!

TECHNIK

Bedienung PVE 11 A-1

Bei beiden Ausguckskugeln sind kleine Salzpackete integriert.

Kasten mit Ersatzbirnen für Tag und Nachteinsatz (rot)

Schalter um das Farbglas ein und aus zu schalten

Spätes Typenschild als Abziehbild

Drehschalter für die VE Geschwindigkeit, sowie elektrischer Anschluss mit Erdungslitze (links)

1.    Die äusseren Glasflächen (Glasglocke am Ausblickkopf und Augenlinse am Okular) mit weichem sauberen Tuch reinigen (falls nötig).

 

2.    Prüfen, ob Geräteanschlusstecker angeschlossen und mit Sicherungsbügel gesichert ist.

 

3. Prüfen, ob Beleuchtungseinrichtung in Ordnung ist.

 

(Hierzu Bordnetz einschnalten und Verdunklungswiderstand auf "Hell" stellen). (Brennt die Lampe nicht, gegen Ersatzlampe aus dem Vorratskasten austauschen. Die am Deckel  befindlichen Reserveglühlampen dürfen nur während des Fluges verwendet werden und sind sofort nach der Landung wieder zu ergänzen).

 

4.  Bei Tageseinsatz Klarglaslampe einsetzen.

 

5. Bei Nachteinsatz Farbglas wegschalten (Fussbedal) und Farbglaslampe (rot) einsetzen

.

6. Bildschärfe durch Drehen des Okulares einstellen.

 

7.  Falls Sitzverstellung vorhanden, Sitz so verstellen, daß bei bequemer Körperhaltung und ohne verkrampfte Kopfhaltung das Gesichtsfeld voll übersehen werden kann.

8. Postition so wählen das beim Anlehnen des Kopfes das Gesichtsfeld voll übersehen werden kann.

 

9. Mit dem V-Einstellknopf die zu erwartende Flugzeug-Eigengeschwindigkeit einstellen.

 

(Vor dem Einstellen prüfen, ob der der Waffe und der zur Verwendung kommenden Munitionsart entsprechende Ve-Einstellring sich am PVE befindet. Wenn nicht, Ve -Einstellring austauschen).

10. Farbglas mit (Fusspedal) zuschalten, bei grellem Sonnenlicht

>> Einsatzreife erlangten die Systeme ab 1943 <<

TECHNIK

Einbau des PVE 11 A-1

Folgende Richtlinien waren ab 1943 gültig!

1. Einbauort so wählen, daß eine Verschmutzung der Glasglocke durch Fett- und Ölabsonderung der Motoren und Pulverschleim der Waffen nicht eintreten kann.

 

2. Um das PVE herum müssen im Flugzeug bzw. Visierstand nach allen Seiten ausreichend Fenster zur allgemeinen Orientierung vorgesehen werden, um dem Schützen das Auffassen des Zieles mit dem Richtknüppel der Fernsteuerung zu ermöglichen.

 

3. Die Periskopvisierachse muß in der Schnellfluglage des Flugzeuges rechtwinklig zur Ve-Richtung und zur Querachse des Flugzeuges liegen. Zulässige Winkelabweichung 1/2° in allen Richtungen.

(Die Hochachse des Waffenstandes muß grundsätzlich parallel zur Periskopvisierachse angeordnet sein).

 

4. Für das PVE muß eine flugzeugfeste Halterung vorgesehen werden, die aus einem Traglager und einem Stützlager besteht. Die Halterung gehört nicht zum Lieferumfang des PVE, sondern muß von der Flugzeugfirma beschafft werden.

 

Die Aufnahme des Traglagers muß:

 

a)    geteilt ausgeführt werden, um das Einbringen des PVE zu ermöglichen.

b)    in seinen Abmaßen muss das PVE für die kugelige Aufnahmefläche entsprechen, damit gewährleistet ist, daß sich das PVE in seiner LegersteIle leicht und ohne Zwang bewegen läßt,

c)    mit einem Haltearm für die Verdrehsicherung des PVE ausgerüstet sein. Dieser muß in seiner Richtung zur Flugzeuglängsachse so angeordnet sein, daß der Seitenzielstrahl 0° des PVE in Flugzeuglängsachse nach hinten zeigt.

Zum genauen Einjustieren des Zielstrahles ist am Haltearm für die Verdrehsicherung eine Justiermöglichkeit von +/- 3° vorzusehen.

Die Aufnahme des Stützlagers muß:

 

a) geteilt ausgeführt werden, um das Einbringen des PVE zu ermöglichen,

b) in seinen Abmaßen für die zylindrische Aufnahme entsprechen, damit das PVE beim Ausrichten nicht verzwängt wird.

c) nach Seite und Tiefe um +/- 2° .justierbar sein, das entspricht einem linearen Weg von +/-  20,8 mm.

 

5. Die Halterung muß, wenn notwendig durch dämpfende Verbindungsbauteile mit der Zelle verbunden sein um zu verhindern, daß Schwingungen auf das PVE übertragen werden. Die dämpfenden Verbindungsbauteile müssen jedoch so angeordnet sein bzw. ausgebildet werden, daß Winkelverschiebungen des PVE über 2/16° nicht eintreten können und möglichst nur Parallelverschiebungen stattfinden.

 

6. Für den Antrieb des PVE ist ein Seiten- und Höhenwinkelantrieb vorzusehen und so anzuordnen, daß

a) das Auswechseln des PVE möglich ist,

b) die Drehrichtungen mit denen des PVE übereinstimmen

c) die Umdrehungswerte mit denen des PVE übereinstimmen.

 

8.  Der Anschluß des Seiten- und Höhenwinkelantriebes an das PVE muß mit Hookschen Schlüsseln erfolgen.

 

9.  Für den elektrischen Anschluß muß ein zweiadriges Zuleitungskabel mit Stecker Fl 32 110-8 vorgesehen werden. Anschlußstecker und Zuleitungskabel gehören nicht zum Lieferumfang des PVE.

 

10. Der elektrische Anschluß muß dem Schalt Schema entsprechen.

11. Der Durchtritt des PVE durch die Zelle muß....

a) so groß gehalten werden, daß das PVE um +2° nach allen Seiten justiert werden kann.

b) durch eine nachgiebige Manschette abgeschlossen werden, um bei normalen Maschinen das Eindringen von Zugluft in die Zelle zu verhindern und bei druckdichten Zellen die Druckdichtigkeit herzustellen.

12. Für die Glasglocken an den  Ausblickköpfen muß bei C-Visierständen eine weg- und vorschlagbare Schutzkappe gegen Beschädigung bei Start und Landung vorgesehen werden, die während des Fluges von der Zelle aus bedient werden kann.

 

13. Das Gesichtsfeld des PVE darf im gesamten Seiten- und Höheneinstellbereich möglichst durch nichts behindert sein. Abweichungen hier von sind nur mit Genehmigung des RLM zulässig.

 

14. Der Richtknüppel der Fernsteuerung muß so angeordnet sein, daß

a) der Schütze denselben bequem bedienen kann,

b) derselbe als fühlbares Hilfsvisier für das Aufsuchen des Zieles geeignet ist, d.h. die Richtung des Richtknüppels muß der Schußrichtung entsprechen.

 

15. Bei eingebautem PVE müssen folgende Teile zugänglich sein:

der Rasthebel für den Einblickstutzen, der Einstellknopf für den Verdunklungswiderstand, der Ve-Einstellknopf, der Farbglashebel sowie zum Auswechseln der Ve-Einstellring, die Glühlampe für die Strichglasbeleuchtung, der Deckel mit den Reservelampen und die beiden Schaugläser an den Trockenpatronen.

Das PVE 11-A1 eingebaut in einer Junkers Ju 388 - gut zu erkennen der Spliterschutz unten für das Periskop, gegen Beschädigung durch Steine oder Mündungseinwirkung der Waffen

Bildquelle: Sammlung Griehl

Einbauarbeiten für die ferngesteuerte Hecklafette FHL 131 Z - Junkers Ju 388, gesteuert durch ein Periskopvisier PVE 11 A-1 und  dem Fernantrieb FA 15

Erste Erfahrungen mit fernbedienten Heckständen hatte man schon mit der FHL 151/20 in der Ju 288 V16 eingebaut worden.

Schliesslich war der FA 15 bereits,  sowohl für A- B- und C-Stand der Ju 288 vorgesehen.

Für den Fernantrieb  FA 15 wurden bei der Junkers Ju 388 immerhin ganze 274 Kugellager benötigt !

Bildquelle:

Sammlung Griehl

Das PVE 11-A1 eingebaut in einer Junkers Ju 388 - gut zu erkennen der Spliterschutz unten für das Periskop, gegen Beschädigung durch Steine oder Mündungseinwirkung der Waffen

Bildquelle:

Sammlung Griehl

TECHNIK

Impressionen zum  PVE 11 A-1

Das PVE 11 A-1 wurde von den Siegermächten nach dem Krieg für eigene Flugzeug-Entwicklungen und deren Waffensyteme weiter verwendet! - hier am Beispiel einer sowjetischen Entwicklung der  EF 140

Junkers Ju 388

Junkers Ju 388

Junkers Ju 388 L

....

Persikopvisiere sind  ist Teil eines ganzen Waffensystem`s.  Dieses besteht aus einem elektrischen oder hydraulischen - Fernantrieb (FA)  und der dazugehörenden  ferngesteuerten Drehlaffette (FDL).

 

Mehr dazu unter....

 

                

"Fernantriebe der Deutschen Luftwaffe"

 

  Bitte "klicken"  Sie hierzu zum Thema :

Fernantriebe

 der Luftwaffe

Entwicklung und

TECHNIK