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Kennblatt

ZFR 4-A / 4-B

Fl 22863 / 1943

Me 410

Eingebaut in:

Kennzeichnung :

Das ZFR 4A  ist ein optisches Doppelvisiergerät für starre Flugzeugbordwaffen, bei welchem ein Fernrohrvisier und ein Reflexvisier kombiniert mit parallelen Visierachsen zueinander liegen. Der Einblick des Fernrohres ist nach oben geneigt, so daß die okularseitige Fernrohrachse die Visierlinie des Revi in der Austrittspupille des Fernrohres schneidet. Visiert wird über die Fernrohrvisierung um das eigentliche Ziel auszumachen. Wodurch dann mit geringe Augendrehung nach oben zum leuchtenden Abkommen des Revi`s übergegangen werden kann, wobei bei Einhaltung des vorgesehenen Augenabstandes von 255 mm (okularseitiger Schnittpunkt beider Visierachsen) zur Schussabgabe gezielt wird.

 

Fliegnummer (Fl-Nummer - Anforderungszahl): Fl 22863

 

Produzierte Stückzahlen: ca. 160

 

Heute noch bekannte Stückzahl: 5-6

 

Modelgruppe:  ZFA 3-A (Fl 52513) ZFR 3-B Weiterentwicklung ZFR 4-B 

Technische Angaben

Technische Angaben

 

 

Masse und Gewichte:

Länge:      530 mm

Breite:      100 mm

Höhe:       210 mm

Teleskop Länge: 370 mm

Gewicht:   3.275 Kg (Teleskop: 1,560 Kg)

 

Flugzeugtypen:

 

Verwendet in Erdkampfflieger

 

Die Flugzeugmuster Me 410 A-2, B-2 mit 2 MK 103 sowie Me 410 A-1/U4 und Me 410 B-2/U4 mit BK 5 sind zur Erhöhung der Zielsicherheit an Stelle des Revi C12/D bzw. Revi 16 B mit einem Zielfernrohr ZFR 4 A ausgerüstet. Die Henschel Hs 129 B-3 wurde mit dem  Zielfernrohr ZFR 3A / ausgerüstet, dieses wurde aus Platzgründen ausserhalb der Führerkanzel for der Panzerscheibe montiert.

 

Eprobung: Me 110 C, Me 109 G, Me 410, Hs 129 B-3 (mit ZFR 3A) , Fw 190 A-8, BV 155, Bf 109 E, Ju 88, Me 262, Ta 154 

 

 

Einbau:

 

Das ZFR 4A ist im Führerraum an Stelle des Revi auf einem Trägergerüst in Kopfhöhe zwischen Panzerglasscheibe und vorderer mittlerer Kabinenscheibe angeordnet. Der Fernrohrstutzen ragt nach vorne durch die mittlere Plexiglasscheibe des vorderen Kabinenaufbaues hindurch, wo er in einem Führungsring ruht, der über eine Stütze mit dem Trägergerüst verbunden ist.

 

Das aus geschweißtem Stahlrohr bestehende Trägergerüst ist an zwei Punkten fest mit dem Rumpfobergurt und an einem dritten Punkt mit dem vorhandenen Revisockel verschraubt.

An dem Trägergerüst befindet sich vorne die Anschlußfläche, an der mittels vier Stehbolzen das ZFR 4A befestigt ist. Zur groben Einjustierung ist zwischen Gerät und Geräteanschlußfläche eine Kalotie geschaltet, an der das ZFR 4A der Höhe und Seite nach um ± 0,5° versetzt werden kann.

Hersteller:

beh = Leitz Ernst G.m.b.H, Wetzlar

 

Gerätesystem:

 

optisches Doppelvisiergerät

Bauart:

Zeiss

Hersteller: beh = Leitz Ernst G.m.b.H, Wetzlar

Gerät-Nr: 127-546A-1

Werk-Nr:  8555

Anforderungszahl:

 

Fl 22863 (Fl = Fliegnummer (Anforderungszahl))

Optische Werte:

 

Gesichtsfeld:

 

Im Fadenkreuz des Fernrohrvisiers erscheint das anvisierte Objekt in vierfacher Vergrößerung!

 

Augenabstand vom Einguck: 255 mm

Durchmesser Einguck / Linse: 64 mm

Durchmesser Ausguck / Linse: 90 mm

 

Optische Visierlinie:

 

Leuchtendes Strichbild mit Vollkreis

Justiervorschrift

 

Mechanische Visierlinie:

 

mechanisches Notvisier mit Kimme und Korn

 

 

Justierbereich:

 

 Höhe etwa +/- 5,5°

(optische und mechanische Visierline werden getrennt justiert).

 

 

Elektrische Angaben:

 

Stromart Gleichstrom

Betriebsspannung 24 bis 30 V

Leistungsverbrauch etwa 20 W

 

Sicht des Schützen, beim Durchblick (Doppelvisiersystem)

 

Aus der Entfernung, wird das Ziel durch das Fernrohr ausgesucht. Die Feinabstimmung erfolgt über das Reviglas mit leuchtendem Strichbild! 

.. ZFR 4-A / ZFR 4-B

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