• Facebook Social Icon
  • Twitter Social Icon
  • Google+ Social Icon

Forum

Diskutieren Sie mit !

Zielfernrohre

( Telescope-sight`s)

 

Zielfernrohr  (ZF)

Ein Zielfernrohr ist ein Fernrohr mit einer in die Optik integrierten Zieleinrichtung. Zielfernrohre werden bei Flugzeugen und  zur genauen Ausrichtung auf ein entferntes Ziel benötigt. Die Zieleinrichtung wird Absehen genannt. Vorgänger dieser Einrichtung ist das Diopter.

 

Grundsätzlich sind die Zielfernrohre nach ihrer Bauart Kepler-Fernrohre. Bei modernen Messgeräten und bei Zielfernrohren für Schusswaffen wird eine Umkehrlinse oder ein Umkehrlinsensystem eingebaut, damit ein aufrechtes Bild entsteht. Im Gegensatz zum normalen Fernrohr liegt die Austrittspupille des Okularsystems (die ja mit der Eintrittspupille des Auges zusammenfällt) etwa 8 cm hinter der letzten Linse.

 

Zielfernrohre werden als geschlossene Visierung bezeichnet. Im Gegensatz dazu ist die aus Kimme und Korn bestehende Visierung eine offene Visierung. Beim Zielfernrohr werden Absehen und Ziel für das Auge scharf und vergrößert abgebildet. Dagegen kann das Auge bei einer offenen Visierung wegen der unterschiedlichen Entfernung von Kimme, Korn und Ziel zum Auge nur schwer auf alle drei Punkte gleichzeitig fokussieren.

Bezeichnungen und Zweck

Zielfernrohre,

Zielfernrohre für Schusswaffen werden zweckbestimmt konstruiert: Je nach Situation und Einsatzzweck sind sowohl die Schussentfernung zum Ziel, als auch die Größe, die Form, die Bewegungsgeschwindigkeit oder der Hintergrundkontrast des Zieles für die Auslegung bestimmend.

Das Zielfernrohr gibt dem Schützen eine geradlinige Visierlinie. Dagegen fliegt das Geschoss, abhängig von seiner Rasanz auf einer Flugbahn die fast einer Wurfparabel entspricht. Beide Kurven schneiden sich an zwei Punkten, die vom Schützen je nach Einsatzzweck wählbar sind. Der erste Punkt entsteht, wenn das Geschoss kurz nach Verlassen des Rohrs die Visierlinie auf seiner Wurfparabel durchschneidet. Der zweite Punkt wird günstigste Einschussentfernung (GEE) genannt und ist der Punkt an dem das Geschoss die Visierlinie wieder im Fallen durchschneidet.

Zielfernrohr ZFG 42 (Fl 52973) & Revi C12/C- hier eingebaut in eine Messerschmitt Me 210 - bei der Erprobungsstelle Tarnewitz ca. 1942

Bildquelle: Archiv Meixner

Die Flugzeugbordwarte, justierten das Absehen des Fernrohres meist auf die Entfernung des zweiten Schnittpunktes oder einen Wert zwischen den beiden Punkten ein. Für die Jagdflugzeuge im 1.Weltkrieg entsprach der optische Durchmesser des Zielkreises 8 m in einer Entfernung von 400 m. Es gab im 1WK Zielfernrohre für Flugezugführer, die auf dem Rumpf des Flugezuges montiert wurden andere hingegen, die vom Bordschützen auf seinem Bord-MG bedient worden sind.

 

Im 2.Weltkrieg sind Zielfernrohre (zBs. das ZFR 4A -  Kompination von Reflexvisier und Zielfernrohr) zur Panzerbekämpfung  in Erdkampfflugzeugen (zBs. Messerschmitt Me 410) eingebaut worden. Die Kampfentfernung lag hier, durch die grössere Geschwindigkeit und der grossen Spezialwaffen, bei ungefähr 500 - 800 m.

 

Die Henschel Hs 129 B-3 wurde mit einem ähnlichen Zielfernrohr ZFR 3A  ausgerüstet, dieses wurde aber aus Platzgründen ausserhalb der Führerkanzel for der Panzerscheibe montiert. Die Vergröserungen dieser Syteme, lagen meist bei einer 2 fachen Vergrösserung, des sichtbaren optischen Bildes.

 

Zielfernrohre zur reinen Flugzeugbekämpfung - also Flugzeug gegen Flugzeug - sind wohl zu Anfängend er Luftwaffe 1935-1937 noch teilweise erprobt worden (zBS. das Zeiss 515c), aber später durch die neuartigen Reflexvisiere, mit ihrer grösseren optischen Möglichkeiten, verdrängt worden

Zielfernrohr 2 für Flugzeuge von Zeiss ca.1935